
Der Alfterer Umweltausschuss hat am 19.02.26 unseren Bürgerantrag für einen Hitzeaktionsplan mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP und UWG abgelehnt. Beschlossen wurde der Verwaltungs-vorschlag, die Anliegen 'als Leitfaden zu berücksichtigen' und Informationen bereit zu stellen. Unsere Presse-Mitteilung gibt weitere Informationen. Außerdem haben wir an dieser Stelle Fragen und Argumente zusammengestellt und erläutern, warum ein Hitzeaktionsplan wichtig ist.

Hier ist ein Vergleich der von uns beantragten Maßnahmen und den beschlossenen Maßnahmen.
Es wird deutlich, dass nur sehr wenige konkrete Maßnahmen zum Hitzeschutz vorgesehen sind.

Wir haben unseren im Januar 2026 Antrag ergänzt: Eine Liste der Maßnahmen, die noch zum Sommer dieses Jahres umgesetzt werden können: Frühwarn- und Informationspläne, Aufklärung- und Öffentlichkeitsarbeit, gezielte Unterstützung vulnerabler Gruppen, Bereitstellung öffentlicher gekühlter Räume in Hitzewellen und Trinkwasserstellen. Zusätzlich bieten wir der Verwaltung unsere umfassende Unterstützung bei der Durchführung dieser Maßnahmen an.

Ein Hitzeaktionsplan enthält Maßnahmen, die die Bevölkerung vor den Folgen von Hitzewellen schützen. Dazu gehören kurz- und langfristige Maßnahmen. Wir haben beim den Gemeinderat in Alfter am 1. September beantragt, einen solchen Plan rechtzeitig zum nächsten Sommer zu aktivieren.

Die Zahl der Hitzetage (> 30°C) in Alfter hat sich seit den 50er Jahren auf 12 Tage verdreifacht. Hitzetage und Hitzewellen werden weiter zunehmen. Diese Belastung gefährdet die Gesundheit vieler Menschen. In den Jahren 2023-2024 sind 6.000 zusätzliche Sterbefälle durch Hitzebelastung aufgetreten. Weitere Informationen dazu hier.

Die häufiger werdenden Hitzetage (Temp. >30°C), Tropennächte (>20°C) und Hitzewellen (≥3 Tage) gefährden u.a. ältere Menschen, Menschen mit chronischen Erkranken, schwangere Frauen, Babies und kleinere Kinder. Sie benötigen u.a. eine rechtzeitige Alarmierung, Unterstützung während einer Hitzewelle, Zugang zu kühlen Räumen und eine angepasste ärztliche Versorgung. Siehe auch unsere Seite zum Hitzeschutz.

Kurzfristige Maßnahmen, die die Gemeinde schnell umsetzen kann, sind Frühwarn- und Informationssysteme, Schutzmaßnahmen für vulnerable Gruppen, Vorbereitung des Gesundheitswesens (incl. Pflegeeinrichtungen), Bereitstellung von Trinkwasserspendern und von Kühlräumen.

Wie können wir - bei fortschreitender Klimakrise - den Anstieg der Temperaturen begrenzen? Hier sind der Ausbau von Grün- und Wasserflächen, Dach- und Fassadenbegrünung, Verschattung von Straßen, Entsiegelung von Flächen, helle Oberflächen sowie die Sicherung und der Ausbau von Frischluftschneisen.
Copyright © 2026 Dialog-Gesundheit-Klima e.V. – Alle Rechte vorbehalten.
Unterstützt von easyVerein